Kimchi

Es gibt mehr als 200 verschiedene Sorten Kimchi, wie man im Kimchi-Museum direkt in Seoul erfährt. Da verwundert es natürlich, dass sich diese Beilage, die oft zu Unrecht als scharfes Sauerkraut bezeichnet wird, nicht mit einfachen Worten beschreiben lässt. In der Regel handelt es sich hierbei um in Chili eingelegten Chinakohl, der mit Frühlingszwiebeln und Rettich vermengt wird. Außerdem ist Kimchi eine wichtige Beilage zu nahezu jedem koreanischen Gericht. In gewissen Rezepten ist es sogar der Hauptbestandteil.

Grundsätzlich muss man das Kimchi nach seiner Fertigstellung drei Tage lang ruhen lassen. Das ändert sich nicht, egal welche Sorte man davon zubereitet. Ansonsten erreicht man nie das Aroma, das es braucht. Hat man es eilig, dann kann man Fertigkimchi in der Dose kaufen, aber das schmeckt bei weitem nicht so gut und ist meistens noch schärfer, als wenn man es selbst macht. Aufgrund dieser Zeitspanne, die ein Kimchi braucht, machen Koreaner oft einmal in der Woche eine ganze Menge davon, die dann ähnlich wie bei uns Marmelade in Einmachgläsern oder ähnlichen Behältern aufbewahrt wird.

Die 3 gängigsten Kimchi Sorten

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picture credit: Nagyman
Baechu Kimchi

Eingelegter Chinakohl mit Rettich, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Äpfeln. Gilt als “Standard-Kimchi”.

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Baek Kimchi

Wörtlich: Weißer Kimchi. Besteht aus ähnlichen Zutaten wie Baechu Kimchi, wird ohne Chilipaste zubereitet.

kkakdugi
picture credit: 맛짱
Kkakdugi

Zubereitung wie beim Baechu Kimchi, statt Chinakohl wird aber grob gewürfelter Rettich verwendet.

Wichtige Fragen und Antworten rund um Kimchi

Nun beantworte ich euch noch die Fragen, die über Kimchi am meisten auftauchen.

1. Was für eine Grundausstattung braucht es für die Kimchi Zubereitung?

Wichtig ist, zu bedenken, dass das Chinapulver einen sehr starken Geruch abgibt – vor allem auf die Haut. Bei der Herstellung ist es daher zu empfehlen, transparente Einweghandschuhe* zu verwenden. So könnt ihr leckeres Kimchi genießen, ohne euch danach noch tagelang an das Herstellern erinnert zu fühlen.

2. Mein Kimchi schimmelt, was kann ich tun?

Vielleicht ist das Kimchi zu lange bei Zimmertemperatur gelagert worden, das sollte nicht vorkommen. Schimmelt das Kimchi erst einmal, ist es nicht mehr genießbar. Ihr müsst es leider wegwerfen. Das könnt ihr tun, damit es nicht erst dazu kommt:

  • Stellt sicher, dass die Zutaten nicht zu viel Flüssigkeit in sich haben.
  • Wechselt bereits feuchtes Küchenpapier unter den Chinakohlstücken aus, wenn ihr sie abtropfen lasst.
  • Lasst es nicht länger als maximal drei Tage bei Zimmertemperatur rumstehen.
  • Verwendet genügend Salz, denn das konserviert das Kimchi und hält den Schimmel fern.

3. Kann man das Kimchi versalzen?

Klar, das kann passieren. Je öfter ihr Kimchi allerdings macht, umso besser gelingt es euch auch.

4. Wie bewahrt man Kimchi am besten auf?

Dass es gekühlt werden muss, sobald die Fermentierung beginnt, ist klar. Die erkennt ihr übrigens, wenn die Flüssigkeit leicht zu blubbern beginnt. Der Prozess selbst wird immer weiter fortgesetzt, weshalb ihr regelmäßig welches essen solltet. Falls ihr nicht dazu kommt, öffnet den Behälter immer mal wieder, damit die Gase entweichen können. Das Kimchi wird ein leicht fizzelndes Geräusch dabei abgeben und die Flüssigkeit wird auch hier blubbern. Das ist ganz normal. Je länger die Fermentierung voranschreitet, umso schärfer und saurer wird das Kimchi übrigens.

Was die Aufbewahrung selbst angeht, so nutzt ihr am besten Gläser mit einem Schraubdeckel oder auch Einmachgläser dafür. Die speziellen Tonkrüge, die es dafür gibt, bekommt man bei uns leider so gut wie gar nicht. Weniger gut eignet sich Tupperware, da sich das Plastik durch die Gase stark aufblähen wird und der Deckel unter Umständen von selbst abgeht. Das Kimchi könnte dadurch verderben.

5. Kann man Kimchi kochen? Was gibt es für empfehlenswerte Kimchi Gerichte?

Obwohl Kimchi in der Regel als Banchan, also Beilage gereicht wird, gibt es ein paar Rezepte, bei denen man es als eine der Hauptzutaten verarbeiten kann. Zum Beispiel für koreanische Pfannkuchen oder auch in jede Menge koreanische Suppen. Kimchi Bokkeum Bap ist auch ein sehr leckeres Rezept, bei dem der Reis zusamen mit gehacktem Kimchi gebraten wird. Es gibt sogar Kimchi Instant Noodles – also fertige Ramyun, die extra Kimchigeschmack haben. Die hauen allerdings so rein, dass ihr dazu keine eigene Chili-Beilage mehr braucht.

6. Und wie sieht es aus bezüglich Gerichte mit Kimchi? Geht das überall dazu?

Ganz simpel: Ja. Kimchi ist die Beilage schlechthin. Wer das normale nicht mag, weil es ihm (noch) zu scharf ist, der weicht in der Regel bis dahin auf das Baek Kimchi aus.

7. Kimchi kalt essen oder doch lieber warm?

In Suppen und anderen Gerichten kann es ja wie bereits erwähnt gekocht werden. Als Beilage erwärmt man es aber nicht, da wird es ganz normal kalt gegessen.

8. Ist Kimchi vegetarisch oder vegan?

Meine drei Rezepte habe ich euch in veganer Form aufgeschrieben. Achtet einfach darauf, dass keine Shrimps und auch keine Anchovysauce verwendet wurde, wenn ihr eine Fertigpackung kauft.

9. Kann man Kimchi einfrieren?

Kimchi einzufrieren ist keine gute Idee. Dadurch fällt der Chinakohl leicht ein und dann schmeckt das ganze nicht mehr so gut, als wenn es richtig frisch ist.

News Reporter
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