Der koreanische Aberglaube über die Schwalbe

Nach dem koreanischen Bauernkalender kehrt die Schwalbe am 3. März aus dem Süden heim und verlässt ihr Nest am 9. September, um wieder dorthin fort zu fliegen.

Ferner gilt sie unter koreanischen Bauern als Regenbringer. Mit ihrer Ankunft setzt man den Frühlingsanfang gleich, was für die durch Bauern bestellte Felder natürlich sehr wichtig ist. Besonders abergläubische Bürger glauben daran, dass sie mit ihren magischen Kräften guten Menschen zu Reichtum und langem Leben verhilft. Wer ein Schwalbennest unter dem eigenen Dach hat, gilt daher als vom Glück gesegnet. Diese Geste seitens der Schwalbe ist, als ob sie die Güte und Gastfreundschaft des betreffenden Haushaltes zu schätzen wüsste.

In vielen Kreisen geht der Aberglaube bezüglich diesem Vogel sogar so weit, dass man ihr zuschreibt, eine verwandelte Seele von Verstorbenen Lieben zu sein. Wer von einer Schwalbe besucht wird, wird im Grunde gerade von jemandem besucht, der einem zuvor sehr nahe stand und leider schon aus dem Leben scheiden musste.

Das alte Schwalbenmärchen von Heungbu & Nolbu

Auch ein bekanntes koreanisches Märchen, das noch aus der Joseon Zeit stammt, beschäftigt sich mit diesen Tieren. Darum geht es um Heungbu und seinen großen Bruder Nolbu.

Einst fand der jüngere Bruder eine verletzte Schwalbe, die unter seinem Dach genistet hatte. Er behandelte ihre verletzten Beine und sorgte dafür, dass sie die Reise in den Süden gesund antreten konnte.

Im nächsten Frühling kehrte sie zurück und brachte ihm einen Kürbissamen. Auf seinem Strohdach ließ er damit viele Kürbisse aus reifen, die dem gütigen Helfer am Ende eine größere Belohnung waren, als es Goldmünzen je hätten sein können.

Sein älterer Bruder war grenzenlos neidisch. Aus diesem Grund verletzte er mit Absicht eine Schwalbe – in der Hoffnung darauf, auf die gleiche Weise von ihr beschenkt zu werden.

Stattdessen aber bestrafte sie ihn, da sein Charakter übel und böse war.

News Reporter
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