Makgeolli picture credit: ~Cytryna~

Makgeolli, manchmal mit Makkoli anglisiert, ist ein koreanisches alkoholisches Getränk. Der milchige, cremefarbene und leicht perlende Reiswein hat eine leichte Viskosität, die leicht süßlich, würzig, bitter und adstringierend schmeckt. Kalkhaltiges Sediment verleiht ihm ein trübes Aussehen.

Als alkoholarmes Getränk mit niedrigem Alkoholgehalt von sechs bis neun % wird es eigentlich als fröhliches Gemeinschaftsgetränk angesehen. In Korea ist Makgeolli oft nicht pasteurisiert. Der Wein reift in der Flasche weiter. Aufgrund der kurzen Haltbarkeit von nicht pasteurisierten Makgeolli werden viele exportierte Sorten pasteurisiert, wodurch dem Getränk komplexe Enzyme und Aromastoffe entzogen werden. Der Geschmack ist damit also womöglich anders, weshalb man es sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, dieses Getränk beim nächsten Koreaurlaub vor Ort zu probieren.

Warum Makgeolli in Korea so beliebt ist

Makgeolli ist das älteste alkoholische Getränk in Korea. Reiswein wird seit der Ära der Drei Königreiche gebraut, die vom 1. Jahrhundert v. Chr. Bis zum 7. Jahrhundert n. Chr. andauerte.

Der Konsum von Reiswein während der Regierungszeit von König Dongmyeong wird in der Gründungsgeschichte des Königreichs Goguryeo mehrmals erwähnt. Im 21. Jahrhundert erlebte Makgeolli besonders in städtischen Gebieten und bei jüngeren Generationen ein Wiederaufleben.

Die gesundheitlichen Vorteile und der niedrige Alkoholgehalt von Makgeolli sowie das wachsende Interesse an kulturellen Traditionen in den letzten Jahrzehnten haben stark dazu beigetragen.

Das Produkt ist überraschend kostengünstig: Eine 750-ml-Flasche im Softdrink-Stil aus Kunststoff kostet etwa 1.200 Won (umgerechnet circa ein Euro). Heute werden auch neuartige High-End-Makgeolli nach traditionellen Methoden ohne künstliche Zusatzstoffe hergestellt.

Makgeolli-Sorten
picture credit: Korea.net

So wird Makgeolli hergestellt

Makgeolli wird aus Reis und Nuruk mit einem koreanischen Fermentationsstarter hergestellt.

Nuruk ist ein trockener Getreidekuchen, der fermentieren und reifen gelassen wurde, um das Wachstum von Schimmelpilzen zu fördern, die wiederum hydrolysierbare Enzyme produzieren, welche die Stärke des Getreidekorns in Zucker zersetzen.

Dieser Zucker wird dann von der Hefe verwendet, um durch Fermentation Alkohol zu produzieren.

Verschiedene Arten von Nuruk, die aus Zutaten wie Reis, Weizen, Gerste oder Mungbohnen hergestellt werden, führen zu Makgeolli mit einer Vielzahl von Geschmacksrichtungen.

Der Brauprozess umfasst zwei Stufen: Saatgut und Hauptbrei sowie Hauptgärung.

Die Breierzeugung ist der Prozess der Gewinnung von aktiv wachsenden Hefen und Enzymen in der Mischung aus Hefe und Nuruk. Der Geschmack und die Aromen der Hauptmaische entwickeln sich mit der Umwandlung der aus Reis gewonnenen Nährstoffe und Aminosäuren. Die Hauptgärung dauert etwa eine Woche.

Makgeolli wird am besten ein oder zwei Wochen nach dem Brauen frisch genossen. Zu dem Zeitpunkt schmeckt der Reiswein milder und cremiger. Mit der Zeit bekommt er einen stärkeren Geschmack und verwandelt sich nach ein paar Monaten in Reisessig.

So wird Makgeolli serviert und getrunken

Makgeolli wird normalerweise gekühlt in einer Flasche oder in einer Keramikschale mit einer Kelle serviert. Vor dem Trinken wird es mit der Kelle verrührt oder die Flasche mehrmals mit aufgesetztem Deckel vorsichtig umgedreht, damit sich in das abgesetzte Sediment wieder in die Flüssigkeit einmischt. Es wird dann zum Trinken in einzelne Schälchen gegossen oder geschöpft.

Serviert wird der Reiswein oft mit gebratenen Buchimgae oder koreanischen Pfannkuchen wie Pajeon, Haemul-Panjeon und Bindaetteok.

Schon gewusst? Makgeolli mit diesen Pfannkuchen zu verzehren, ist ein Brauch, der oft mit Regentagen in Verbindung gebracht wird.

Auch mit Eis und Früchten wird dieser Wein gerne vermischt, um Fruchtcocktails zuzubereiten.

Letzte Aktualisierung am 19.10.2019 um 01:20 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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