Snowpiercer

Die Welt hat sich verändert. Um der globalen Erderwärmung entgegenzuwirken, wurde das chemische Kältemittel CW-7 in der oberen Erdatmosphäre freigegeben. Das Experiment ist jedoch fehlgeschlagen und schon bald entwickelte sich eine rasante Eiszeit auf der ganzen Erde. Alles Leben ist erfroren. 17 Jahre später schreiben wir das Jahr 2031 und an der Oberfläche des Planeten hat sich nichts verändert.

Einzig der Snowpiercer, ein nicht anhaltender Zug, der rund tausend Menschen beinhält, ist auf der Erde unterwegs und umrundet diese einmal im Jahr. Der Zug ist zur ratternden Arche geworden, er beinhält ein perfekt ausgewogenes Ökosystem… und fährt ein drakonisches Zwei-Klassen-System.

Originaltitel
Snowpiercer – 설국열차
Regisseur
Bong Joonho
Erscheinungsjahr
2013
Genre
Dystopie
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Filmdauer
126 Minuten
Schauspieler
Chris Evans als Curtis Everett

Song Kangho als Namgoong

Ko Ahsung als Yona

Jamie Bell als Edgar

Ewen Bremner als Andrew

Tilda Swinton als Mason

John Hurt als Gilliam

Ed Harris als Wilford

Octavia Spencer als Tanya

Ganz am Ende des Zugs befinden sich die Unterdrückten. Menschen, die wie Abschaum behandelt werden, nur Dreck zu essen bekommen und die immerzu durch Waffengewalt in Schach gehalten wurden. Curtis reicht es. Er will nach ganz vorne gelangen und Wilford, den Zugleiter stellen – ihn gar töten. Auf seiner Reise durch den Zug begleiten ihn Freunde und Verbündete. Manche verliert er bei den heftigen Kämpfen und als wäre das nicht genug, muss er feststellen, wie schrecklich er und seine Mitbewohner leben mussten, während die vorderen Zugpassagiere den absoluten Wohlstand genießen.

Er ahnt noch gar nicht, dass so viel mehr hinter seinem Aufstand steckt, als ihm zunächst bewusst ist…

Ein Film mit überraschenden Wendungen

Mit Snowpiercer hat Regisseur Bong Joonho, der bereits für Meisterwerke, wie The Host, Okja oder Memories of Murder verantwortlich war, wieder einmal sein Können unter Beweis gestellt. Dieser Film ist seine erste englischsprachige Produktion und er durfte mehrere nahmhafte Schauspieler dafür unter Vertrag bringen. Ganz vorne dabei natürlich Song Kangho, der eine wichtige Person für das koreanische Kino geworden ist in den letzten Jahren.

Der Film überrascht in seiner Handlung. Erinnert manchmal an andere Dystopien wie Hunger Games, wenn man die große Kluft zwischen Wohlstand und Armut im Zwei-Klassen-System betrachtet und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

Wobei man dazu gar nicht viel Gelegenheit behält, denn die Handlung geht schlagartig dahin. Man merkt kaum, dass man hier rund zwei Stunden damit zubringt, der Handlung zu folgen. Und ehe man sich versieht, ist der Film vorbei.

Und hier wartet dann auch der halbe Stern Abzug, den ich trotz meiner Begeisterung für den Film machen muss. Während Schnitt, Bild, Effekte und Handlung wirklich faszinierend und genial waren, ist das Ende etwas unbefriedigend. Es ist unrealistisch. Nicht, weil passiert, was passiert. Sondern weil die Überlebenden keine Chance haben werden, ein Leben auf der Erde zu beginnen.

Oder war das vielleicht sogar das Ziel der Drehbuchautoren Bong Joonho und Kelly Masterson? Dass die Menschheit ohnehin dem Tod geweiht ist?

Gesamtbewertung

Letzte Aktualisierung am 11.12.2019 um 07:42 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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