Kingdom

Originaltitel
킹덤
Regisseur
Kim Seonghun, Park Inje
Erscheinungsjahr
2019
Genre
Horror, Action, History
Serienlänge
12 Episoden, mehr folgen
Schauspieler
Ju Jihoon als Kronprinz

Bae Doona als Seobi

Kim Sungkyu als Yeongsin

Jun Sukho als Magister

Kim Jongsu als Kim Sun

Park Byungeun als Min Chirok

Kim Taehun als Lee Kangyoon

Jung Sukwon als Cho Beomil

Heo Joonho als Fürst Ahn

Kim Sangho als Muyeong

Ryu Seungyong als Cho Hakju

Kim Hyejun als Königin Cho

Wir schreiben die Zeit des Mittelalters, mitten in der Joseon-Dynastie. Der König scheint an Pocken erkrankt zu sein und sein Volk ist um ihn besorgt. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass es etwas sehr viel Ernsteres ist und die Gerüchte beginnen umzugehen, er sei tot. Niemand sieht ihn mehr, der Kronprinz darf den Palast nicht betreten. Doch eines Tages schleicht er sich hinein und sieht sich mit der bitteren Wahrheit konfrontiert…

Spätestens nach Train to Busan weiß man: Koreanische Filme- und Serienmacher haben’s einfach drauf, wenn es um Zombies geht. Sei es das Makeup, die Inszenierung oder auch einfach der Cast von begabten Statisten, die sich als Zombies geben, es mangelt einfach an nichts. Und mit Kingdom haben wir einen neuen Ansatz, wie es überhaupt zu dieser Seuche hat kommen können.

Kingdom bringt die typisch-koreanische Atmosphäre mit sich. Wir haben einen Slow Build, denn es geht nur langsam voran. So fühlen sich die ersten sechs Episoden an, als würde kaum Handlung vorangehen, was dem Ganzen aber kaum Spannung nimmt. Denn zu gerne folgt man der einprägsamen Atmosphäre, die von den Regisseuren bewusst gesetzt wird. Und dann geht es rasant los, die Handlung katapultiert sich voran und ehe man sich versieht, ist die offiziell zweite Staffel vorbei. Zumindest wird sie von Netflix als zweite Staffel geführt, die ersten zwölf Episoden bilden im Grunde aber eine Staffel. Und ganz am Ende beginnt man plötzlich zu verstehen: Das war erst die Vorgeschichte.

In allen zwölf Episoden wird man mit viel Liebe zum Detail an die einzelnen Umstände herangeführt. Man lernt die Charaktere kennen und sieht sich am Ende mit einem kleinen Zeitsprung konfrontiert. Der Kampf gegen die Zombies geht dann erst so richtig los, denn es scheint so viel mehr dahinterzustecken, als der bloße Zufall.

Kingdom ist darüber hinaus einer der ersten Versuche, eine langanhaltende Serie über mehrere Staffeln hinweg ins Leben zu rufen. Etwas, das zum Beispiel Iris aus diversen Gründen, allem voran dem abweichenden Skript zwischen Staffel eins und zwei, nicht besonders gelungen ist. Ganz anders Kingdom. Diese Serie hat das Potential, mehr zu werden. Einen Durchbruch zu schaffen.

Einen Stern muss es dennoch als Abzug geben, denn die deutsche Synchronisation gibt an manchen Stellen Grund zur Trauer, so sind gewisse Gespräche, etwa während dem Essen und mit vollem Mund, nicht ganz so perfekt inszeniert, wie sie es sein könnten. Aber dennoch, man muss anerkennen, dass es überhaupt eine deutsche Vertonung gibt.

Gesamtbewertung

 

Wer die Serie ansehen möchte, findet sie auf Netflix. Hier ist der Trailer dazu: