Sikhye – koreanischer Reispunsch
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Sikhye ist ein Traditionsgetränk, das in Südkorea besonders beliebt ist. Es ist bekannt als Gamjuwird oder Dansul, das als Dessert gegessen wird. Sikhye ist ein alkoholfreies Getränk, das süß und mit Pinienkernen oder Jujube gewürzt ist. Es ist in Japan, China und in Asien unter den verschiedensten Namen zu finden.

Sikhye basiert auf einfachen Zutaten, jedoch dauert die Zubereitung mehrere Stunden.

Um das Sikhye herzustellen, muss sichergestellt sein, dass der Reis erfolgreich fermentiert ist. Hierzu werden Enzyme aktiviert und diese wandeln die in dem Reis enthaltene Stärke in Zucker um. Es ist jene Fermentation von Reis, welche dafür verantwortlich ist, dass dieser an der Oberfläche schwimmt.

Sikhye ist besonders reich an Enzymen und erleichtert auf diese Weise den Darmtransit. Vor allem Südkorea geben es die Mütter ihren Säuglingen, um bei Bauchschmerzen zu helfen. Auch wenn es keine zuverlässigen Quellen hierfür gibt, welche die Vorzüge des Getränks bestätigen, gibt es wissenschaftliche Quellen, die die Tatsache, dass diese fermentierte Lebensmittel die Verdauung erleichtern können. Darüber hinaus enthält es keine Allergene.

Rezept für 5 Liter Sikhye

Zutaten

  • 4,5 L Wasser
  • 225 g Gerstenmalzpulver
  • 110 g Kurzkornreis
  • 85 g Puderzucker

Belag

  • Pinienkerne
  • Getrocknete, entkernte chinesische Datteln (Jujuben)

Kochutensilien

  • Reiskocher mit einer Warmhaltefunktion

Zubereitung

  • Das Gerstenmalzpulver, mit 3,5 Liter des Wassers, in einer großen Schüssel gut mischen, vorzugsweise eine durchsichtige Schüssel.
  • Für zwei bis drei Stunden stehenlassen. So lange bis das Pulver sich absetzt.
  • Reis waschen: Also etwas reiben und mehrmals das Wasser wechseln.
  • Eine gute Stunde den Reis abtropfen lassen.
  • Nun den Reis in den Kocher geben und mit 200 Milliliter Wasser kochen lassen.
  • Nachdem der Reis fertig ist, gebt ihr das klare Malzwasser in die große Schüssel. Aber ganz vorsichtig! Beim Eingießen die Schüssel immer etwas bewegen. Die Hefe darf vom Boden nicht hochgezogen werden.
  • Den Reis mit einem Holzlöffel rühren, dabei die Körner ein wenig brechen.
  • Nun muss von eurem Reiskocher die Warmhalte-Funktion eingeschaltet werden. Den Reis für vier Stunden gären lassen.
  • Den Rest des kalten Wassers mit in die große Schüssel geben und stehenlassen bis der Reis gut ist.
  • Nach vier Stunden den Kocher öffnen. Schwimmen eine ganze Menge Körner oben? Falls nicht, dann das Gären eine Stunde verlängern.
  • Nun benötigt ihr einen großen Antihaft-Kochtopf. Dort das heiße Sikhye aus dem Kocher einfüllen.
  • Das klare Malzwasser zusetzen. Dies entstand bei der Fermentation des Sikhye. Das Sediment wegwerfen. Normalerweise entstehen rund 800 Milliliter klares Malzwasser.
  • Den Topf für 10 Minuten erhitzen und kochen lassen. Zucker zugeben und mischen.
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Wenn das Sikhye heiß serviert wird

Dafür benötigt ihr aus eurem Haushalt eine kleine Servierschüssel. Füllt rund 375 Milliliter des Getränks ein und serviert es mit einem Löffel. Manche trinken es wie Tee. Andere Menschen essen die Flüssigkeit wie Suppe.

Wenn das Sikhye kalt serviert wird

Das heiße Sikhye sieben. Ihr solltet das Wasser sammeln und den Reis separat halten.

Danach den Reis kalt spülen. Nun gebt ihr die Körner in einen luftdichten Behälter und ein wenig kaltes Wasser dazu. Gut durchkühlen!

Das Abtropfwasser selbstverständlich auch kühlen.

Zum Servieren 375 Milliliter kaltes Sikhye-Wasser in eine Schüssel geben und zwei Esslöffel Reis dazugeben.

Es können nun die Pinienkerne oder Datteln zugefügt werden.

Die verschiedenen Sorten von Sikhye

Es existieren eine Menge unterschiedlicher regionale Sikhye Kombinationen. Das Reisgetränk aus Korea lässt sich allerdings in drei Hauptvarianten einteilen:

  • Hobak-sikhye wird mit Kürbissen hergestellt. Nachdem ihr Zucker zugesetzt habt, muss es einige Tage fermentieren. Oftmals wird Sikhye mit Zucker zum Nachtisch serviert.
  • Die alkoholische Form ist Yeonyeop-sikhye. Zusammen mit Sake (Reiswein), Honig und einem Lotusblatt benötigt Ihr einen Schnellkochtopf. Dort findet die Fermentationsphase statt.
  • Das Andong Sikhye kommt ursprünglich aus Südkorea. Wie der Name vermuten lässt aus der Gegend rund um Andong. Oftmals befinden sich Möhren, Rettich und rotes Chilipulver im Getränk. Chili oder rote Paprika sorgen für die rote Farbe. Die Menschen schreiben der fermentierten Flüssigkeit verdauungsfördernde Wirkungen zu. Nach dem Essen hinterlässt das Getränk einen guten Geschmack im Mund.

Nicht nur die Zusammensetzung unterscheidet sich, sondern auch die Schreibweise. So gibt es transkribiert Sikhye (wie quasi im Originalen, nämlich 식혜), Shikeh oder Shikhye.

Letzte Aktualisierung am 29.09.2020 um 01:52 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API