Echte Fälle: Die Entführung und Ermordung des Schülers Lee Hyunho

Im Jahr 1991 wurde der Grundschüler Lee Hyunho vom Spielplatz des Gebäudekomplexes entführt, in dem er wohnte. Noch am selben Tag ging im Elternhaus um 23 Uhr ein Anruf ein. Am anderen Ende sprach ein Mann, der angab, den Sohn in seiner Gewalt zu haben. Er wollte 60.000 US-Dollar Lösegeld haben und würde sich zwei Tage später wieder melden.

Als dieser Tag dann anbrach, gab er den Eltern sehr viele Instruktionen, um das geforderte Geld zu erhalten. Er vertraute weder der Mutter, noch dem Vater. Hatte Angst, er würde erwischt werden und dass ihm die Polizei auf der Spur war. Mehrmals mussten der Übergabeort und die Form davon geändert werden, bis schließlich ein Banktransfer erfolgen sollte.

Dann der Schock: Die Leiche des Jungen wurde gefunden.

Die Gerichtsobduktion ergab, dass der Junge unmittelbar nach seinem Verschwinden getötet wurde. Und dennoch wurde nach Lösegeld gefordert, während der Täter die Eltern im Glauben ließ, mit dem Jungen sei alles in Ordnung und er würde leben.

Gefunden wurde die Leiche unmittelbar in der Nähe seines Zuhauses, 44 Tage nach dem ersten Anruf des Kidnappers. Trotz aller Bemühungen konnte der Mörder nicht gefunden werden. 15 Jahre später ist der Fall verjährt. Würde man heute herausfinden, wer es war, könnte dieser nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden.

Eine kurze Dokumentation über den Fall könnt ihr euch mit englischen Untertiteln hier ansehen:

Auf diesen Ereignissen basiert der Film Memories of Murder.

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