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Trans-Diskriminierung nach wie vor ein großes Problem

Diskriminierungen gegen transsexuelle Menschen sind nach wie vor ein großes Problem in Südkorea. Aktuelle Statistiken, bei denen 591 Transsexuelle im Alter von 19 Jahren oder höher befragt wurden, zeigen besorgniserregende Entwicklungen.

Bei den Befragungen wurden neun verschiedene Bereiche durchgegangen, davon Alltag, Schulausbildung und Arbeitsleben. Die Umfragen dauerte ein halbes Jahr lang an und startete im Mai letzten Jahres. Anschließend wurden die Ergebnisse ausgewertet. Gleichzeitig handelt es sich übrigens um die größte Umfrage, die bislang in Korea zu diesem Thema durchgeführt wurde.

65,3 % der Befragten gaben an, mindestens im vergangenen Jahr einmal dafür diskriminiert worden zu sein, transsexuell zu sein. Diese Frage beantworteten 588 der 591 Personen.

Zu den größten Herausforderungen im Alltag zählen die Toilettengänge im öffentlichen Bereich. 40,9 % gaben an, dass sie es nach Möglichkeit vermeiden, aus Angst diskriminiert zu werden. Sie würden unangenehm viel Aufmerksamkeit erhalten, sobald sie die Toiletten aufsuchen und das möchten sie nicht.

Auch Bankgeschäfte (21,5 %) und der Besuch medizinischer Einrichtungen (14,3 %) sei für einige nicht möglich, da sie in beiden Fällen ihren Ausweis vorzeigen müssen. Fast 20 % der Befragten gaben auch an, dass sie vergangenen April aus selben Gründen nicht zur Wahl erschienen sind.

Darüber hinaus wurden von 584 Personen Angaben zu ihrer Schulzeit gemacht. Mehr als 92 % wurden während dieser Zeit schwer diskriminiert, was in erster Linie mit den Schuluniformen zu tun hatte, die nicht zu dem Geschlecht ausgewählt werden durften, dem sie sich zugehörig fühlen. Professoren sollen 14,9 % der Befragten verbal diskriminiert oder sie unfair behandelt haben. Rund 32 % gaben an, ähnliche Erfahrungen nicht mit dem Lehrpersonal, sondern den Mitschülern gemacht zu haben.

Auch im Arbeitsleben ist die Situation nicht weniger ernst. Hier haben 469 Personen Angaben gemacht, 57,1 % davon haben es mittlerweile komplett aufgegeben, nach Arbeit zu suchen. 15,9 % gaben dabei an, dass ihr Arbeitsverhältnis wegen ihrer Transsexualität entweder gekündigt wurde oder ihnen deshalb ein Arbeitsantritt in einer neuen Stelle verwehrt wurde.

Südkoreas Transsexuelle sind in vielen Bereichen des Lebens ernsthaftem Hass und Diskriminierung ausgesetzt, aber es gibt einen chronischen Mangel an Gesetzen, Richtlinien und einem System, um das Problem anzugehen.

So die Worte von einem der Mitarbeiter, der für die Auswertung zuständig war.