So geht Bürokratie in Korea

In Deutschland oder Österreich kennt man das Problem ja zur Genüge; Man benötigt irgendwelche Unterlagen und schon geht die Datenhölle los. Mit etwas Pech sieht man sich dann auch noch mit der Situation konfrontiert, dass man von einem Amt zum nächsten geschickt wird und bis man ein bestimmtes Dokument erhält, kann es schon einmal zu einer unangenehmen Wartezeit kommen. Das sind natürlich nicht die Regelfälle, aber dennoch graust es jedem Bürger vor genau so einer Situation, wenn denn etwas benötigt wird. In Korea sieht die Sache ganz anders aus. Hier kennt man eine derartige Bürokratie gar nicht.

Zunächst gibt es hier die Möglichkeit, sich wichtige Unterlagen aus dem Web herunterzuladen (die hierfür nötige Website nennt sich Minwon24), was die koreanische Verkörperung vom E-Government ist. Auch verschiedene Angelegenheiten, wie der Meldeservice oder das Beantragen wichtiger Dokumente geht von hier aus.

Dann gibt es da aber auch noch die Option von einem Amtsautomaten. So einer befindet sich zum Beispiel in größeren U-Bahn-Stationen. Orte, die von vielen Koreanern fast täglich besucht werden und daher ein optimaler Platz, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Diese Automaten drucken die nötigen Unterlagen sofort aus.

Muss man doch einmal zum Bürgeramt, um sich einen Meldeschein zu holen, so wird die Wartezeit nicht länger, als fünf Minuten dauern. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber das ist tatsächlich die durchschnittliche Wartezeit. Auch Termin wird keiner benötigt. Gibt es Fragen, Unklarheiten oder sonstige Probleme, kann man jederzeit zum Amt kommen und sich hier helfen lassen.

Natürlich ist das nicht immer so gewesen. Auch Südkorea kann auf eine sehr komplizierte Bürokratie in seiner Geschichte zurückblicken. Aber mit der Zeit haben sich jene Umstände ähnlich entwickelt, wie es beim Kundenservice der Fall ist. Schließlich muss hier alles schnell gehen.

News Reporter
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