Kundenservice in Korea

Kundenservice ist definitiv eine Sache, in der sich so einige Länder eine Scheibe von Südkorea abschneiden könnten. Das geht nicht nur so weit, dass es an jedem nur erdenklichen Ort geschultes Fachpersonal gibt, welches stets mit einem breiten Lächeln zur Verfügung steht. Oft bedienen auch mehrere Mitarbeiter einen einzelnen Kunden. Lieferzeiten werden so kurz gehalten, dass die einzelnen Restaurants regelrecht miteinander konkurrieren. Selbst McDonald’s ist in Korea dazu gezwungen, landesweit einen Lieferservice anzubieten, da das Fast Food Restaurant andernfalls eine Menge Kunden verlieren würde.

Der Lieferservice ist so stark ausgeprägt, dass es spezielle Supermärkte gibt, deren Regale mit speziellen QR-Codes ausgestattet sind. In Kombination mit einer entsprechenden Smartphone-App ist es möglich, die gewünschten Produkte durch das Scannen der zugehörigen Codes gesammelt zu sich nach Hause liefern zu lassen.

Auch eine Menge kostenloser Proben gehören zum guten Kundenservice in Korea. Hierzu gibt es aber auch mehr im Artikel über das Einkaufen zu erfahren.

Die Schattenseite des guten Service

Durch den hohen Anspruch, den die Unternehmen nach einer Zeit auch an sich selbst stellen, gibt es Personen, die das zu ihrem Vorteil ausnutzen möchten. Das gesamte Prinzip des Kundenservice basiert auf den Lehren zwischen einem Schüler und einem Meister. Der Kunde ist König – das ist ein Sprichwort, das in Korea zum Teil ganz extreme Auswüchse annimmt. Für negative und auch sehr unangenehme Kunden gibt es eine eigene Bezeichnung: Jinsang Gogaek 진상고객. Wörtlich übersetzt bedeutet das einfach nur „schrecklicher Kunde“.


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