Kyung-Hee University in den Schlagzeilen nach Deepfake-Pornoskandal
picture credit: Kyung-Hee University

Triggerwarnungen: Sexueller Übergriff, Selbstmord, Pornografie

Die in Seoul befindliche Kyung-Hee University macht einmal mehr Schlagzeilen aufgrund sexueller Übergriffe.

Erst letztes Jahr gab es einen Selbstmordfall an der Universität, nachdem ein Professor mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert wurde, die sich als falsch herausgestellt hatten. Die Vorwürfe wurden seitens einer Studentenvereinigung erhoben, die sich radikal feministisch und sogar männerhassend gaben. Im September 2021 wurden sie aus der Universität abgeschafft, da sie zu radikal waren. Die Abschaffung erfolgte mittels einer Abstimmung unter den Studenten.

Aktuell geht es wieder um einen Fall, bei dem ähnlich radikal denkende Personen involviert sind.

Zunächst wurde ein Student der Universität beschuldigt, Deepfake-Pornografie über seine Mitstudentinnen angefertigt zu haben. Die Polizei führte Ermittlungen durch und fand keine Beweise dafür. Daraufhin tauchte ein Geständnisbrief in der Online-Community der Schule auf, der angeblich vom beschuldigten Studenten stammen soll. Darin wurde zugegeben, dass er am beschriebenen Verbrechen schuldig sei. Es tauchten Kommentare mehrerer Personen auf, die behaupteten, Opfer des Beschuldigten zu sein.

Dann aber stellte sich heraus, dass dieser vermeintliche Geständnisbrief von jemand anderes verfasst worden war, der sich als der Beschuldigte ausgegeben hatte. Die vermeintlichen Opfer kooperieren nun nicht mehr und wollen sich zur Sache nicht mehr äußern.

Dieser Fall rollt die gesamte Problematik mit radikalen Feministen in Korea einmal mehr auf. In den letzten Monaten kam es häufig zu falschen Anschuldigungen und die Frauen entschuldigten sich im Anschluss nicht bei den ursprünglich Beschuldigten – wurden aber auch sonst mit keinerlei Konsequenzen konfrontiert.

Auch beim Selbstmord der Streamerin Jammi spielte der radikale Feminismus eine Rolle, denn der Emoji, bei dem Daumen und Zeigefinger beinahe zusammengekniffen werden, soll ein Insiderzeichen radikaler Feministen sein – und jeden Mann diskreditieren, an den dieser geht. Er würde dafür stehen, dass der Mann „nicht viel in der Hose habe“ und das anderweitig kompensieren musste. So wurde auch BTS‘ Leader RM zuletzt während dem Shitstorm wegen seinem Olympia-Support häufig dieser Emoji in die Kommentare gespült. Auch das Unternehmen GS25 hatte in der Vergangenheit eine Kontroverse wegen diesem Emoji. Mehr dazu hier.

Mehr zum Feminismus in Korea könnt ihr hier lesen – darunter auch, warum aus ebensolchen Gründen Feministen in Korea diesen Begriff gezielt nicht verwenden, um nicht mit radikalen Männerhassern in einen Topf geworfen zu werden.


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