Illang: The Wolf Brigade

Bei Illang handelt es sich um die Realverfilmung des Politthriller-Animes Jin-Roh. Während das Setting und auch einige oberflächliche Einzelheiten davon übernommen wurden, ist Schauplatz in diesem Film natürlich die koreanische Halbinsel.

Wir schreiben das Jahr 2024. Zwischen Japan und China kommt es immer stärker zu Spannungen, wodurch die beiden Koreas eine Wiedervereinigung mit fünfjähriger Übergangsphase beschließen. So soll das Land einem Krieg standhalten können. Da aber seine Stärke gefürchtet wird, stellt man das wiedervereinte Korea schnell unter Sanktionen.

Originaltitel
인랑
Regisseur
Kim Jeewoon
Erscheinungsjahr
2018
Genre
Science-Fiction, Action, Thriller
Filmdauer
138 Minuten
Schauspieler
Gang Dongwon als Lim Joongkyung

Han Hyojoo als Lee Yunhee

Jung Woosung als Jang Jintae

Kim Muyeol als Han Sangwoo

Han Yeri als Gu Mikyung

Choi Minho als Kim Chuljin

Shin Eunsoo als Rotkäppchen

Eine Terrororganisation, genannt Die Sekte beginnt sich zu bilden, um sich gegen die eigene Regierung zu stellen und gleichzeitig gegen die Wiedervereinigung anzukämpfen. Eine Gegenorganisation wird schnell gebildet – Die Spezialeinheit. Bei einem Einsatz töten sie 15 unschuldige und unbewaffnete Schulmädchen, was die Kritik gegen die Regierung noch deutlicher zu schüren droht. Fortan verstecken sie ihre Gesichter hinter Helmen mit roten Augen – und ein andauernder Machtkampf entbricht.

So viel einmal zur Handlung. Während sich Kim Jeewoon als Regisseur und auch Drehbuchautor (zusammen mit Jeon Cheolhong) offensichtlich Mühe gibt, Jin-Roh ein gebürtiges Actionepos zu bieten, war der Film in Korea mit nur knapp 900.000 Zuschauern ein totaler Flop. Als jemand, der den ausschlaggebenden Anime nicht kennt, kann man sich Illang natürlich ansehen. Alle wichtigen Dinge erfährt man ohnehin in den ersten paar Minuten, bis dann die Handlung weiter vorangetrieben wird.

Was sich aber zunächst spannend aufzubauen beginnt, findet an keiner Stelle einen Höhepunkt. Der Film lässt viel Potential ungenutzt, baut begonnene Erzählstränge nicht weiter aus und verliert ab knapp der Hälfte seinen roten Faden zu stark. Das Ende ist zu unübersichtlich und so fühlt man sich schnell, als habe man ein wichtiges Schlüsselelement verpasst, um zu verstehen, wie es nun zu diesem Ausgang gekommen ist.

Fans der Serie Jin-Roh dürften enttäuscht sein, da der Film nur ganz oberflächlich an der Serienwelt kratzt. Bis auf das Setting und die Einheiten findet man kaum Aspekte im Film wieder, die man während der Serie zu schätzen gelernt hat.

Natürlich stimmt es nachdenklich, was im Laufe des Films angedeutet wird. Filmliebhaber, die für ihre Sammlung auf der Suche nach wahren Raritäten sind, dürften mit Illang auch völlig zufriedengestellt werden. Alles in allem gibt es ja trotzdem einen runden Abschluss. Wer allerdings sonstige Arbeiten des Regisseurs kennt, ist enttäuscht. Denn der weiß, dass in Kim Jeewoon noch mehr steckt.

Gesamtbewertung

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News Reporter
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