Gemeinsame Operationen zwischen Russland und Südkorea am Sibirischen Schelf

In Wladiwostok ging vom 4. bis 6. September 2019 das Östliche Wirtschaftsforum in seiner fünften Ausgabe über die Bühne. Insgesamt gab es mehr als 70 Business-Events, die Anzahl der Gäste belief sich auf rund 8.000. Ein Teil des Forums waren Verhandlungen zwischen Russland und Südkorea, es ging um zukünftige Operationen am Sibirischen Schelf. Genauer gesagt möchte man die Erkundung in Zukunft gemeinsam durchführen und betrifft die russische Fernost-Investitions- und Exportagentur und die südkoreanische Gasfirma „KOGAS“. Verkündet wurde die Einigung in einem Briefling von Juri Trutnew, er ist der stellvertretende Premierminister in Russland und Präsidialgesandter.

Ende des Monats werden weitere Details besprochen

Bei den Verhandlungen ging es in erster Linie um russische Vorschläge für die Offshore-Operationen, die von KOGAS angenommen wurden. Gleichzeitig schlug Südkorea vor, in naher Zukunft detaillierter darüber sprechen zu wollen. Laut Trutnew steht diesem Plan auch nichts im Wege, denn bereits am 24. September sollen regelmäßige Sitzungen mit dem Vizepremierminister von Korea abgehalten werden. Hauptthema ist die wirtschaftliche Zusammenarbeit und wie sich der Handel zwischen den beiden Ländern entwickeln soll. Die Sitzungen werden in Moskau stattfinden.

Zusammenarbeit so gut wie sicher

Die Gespräche zwischen Russland und Südkorea sind notwendig, damit die Vorschläge, die im Rahmen des Forums entwickelt wurden, umfangreicher diskutiert werden können. Die gemeinsamen Operationen wurden zwar noch nicht mit Unterschriften fixiert, allerdings ist die Zuversicht bei beiden Parteien groß. Der Mehrwert aus der Zusammenarbeit wäre für alle vorteilhaft, denn bekanntlich schafft man gemeinsam mehr.

Übrigens: Als Schelf wird ein randlicher Bereich bezeichnet, der auf einem Kontinent zu finden ist und vom Meer bedeckt wird. Die Breite eines durchschnittlichen Schelfbereichs liegt bei rund 74 Kilometern, der Sibirische Schelf stellt jedoch eine Ausnahme dar. Seine Breite kommt auf 1.500 Kilometern. Eine Zahl, die ihm den Titel „größte seewärtige Ausdehnung“ beschert hat. Den Rekord wird so schnell natürlich kein anderer Schelf brechen.

News Reporter
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