Fighter in the Wind

Der Film Fighter in the Wind von Regisseur Yang Yunho verspricht eine interessante, aufwändige und dramatische Handlung und das Ganze im südkoreanischen Filmflair verpackt. Bereits der Titel deutet auf einen actionreichen Film und spektakuläre Kampfkunstszenen hin. Leider bleibt im Gesamten davon nicht gar so viel übrig, auch wenn die einzelnen Szenen durchaus gut gelungen sind.

Originaltitel
바람의 파이터
Regisseur
Yang Yunho
Erscheinungsjahr
2004
Genre
Action, Martial Arts
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Filmdauer
120 Minuten
Schauspieler
Yang Donggeun als Choi Baedal

Masaya Kato als Kato

Aya Hirayama als Yoko

Jung Taewoo als Chunbae

Jung Doohong als Bumsoo

Yeom Hyeranas als Zirkusdame

Der Film beginnt ergreifend, allerdings nicht mit sonderlich viel Tiefgang und einer oberflächlich gehaltenen Dramaturgie. Die Szenebilder sind zwar knackig aufgebaut, allerdings kommen sie nicht wirklich beeindrucken an. Bereits ab den ersten Spielminuten vermittelt der Film die Atmosphäre eines Kriegsfilms. Zwar deutet auch die biografische Handlung daraufhin, aber leider zieht sich diese Atmosphäre durch die gesamte Spiellänge. Somit rücken die Kampfkunstszenen sehr in den Hintergrund und verlieren an Geltung. Nebenbei sind die Kampfkunstelemente absolut kurz gehalten, so dass man sich gedanklich nur schwer darauf einlassen kann. Daher besitzt der Film grundsätzlich kaum Spannung oder überraschende Effekte.

Die Szenebilder wechseln sehr abrupt, genau so wie es die biografische Erzählung tut. Alle fiktiven Eckdaten sind nur angeschnitten und kommen daher nur schwerlich an. Passend zum allgemeinen Aufbau sind auch die Dialoge gestaltet. Sie sind zwar häufig bündig, verlieren aber ihre emotionale Wirkung. Auch wenn die Darsteller ihre Rollen authentisch verkörpern, stellen Filmmusik und Handlung die Charaktere etwas in den Schatten. Nur selten punktet Hauptdarsteller Dong-kun Yang mit hochkarätigen Filmminuten, die sich fast ausschließlich in den Kampfszenen und der Liebesromanze zeigen. Das packende Kampfkunst-Flair wird von der Art eines Kriegsfilm absolut übertrumpft, was dem Film nicht sonderlich gut steht.

Orientiert man sich an der Handlung, möge man zudem mehr von dem Hauptcharakter erfahren und durchaus auch in sein Inneres blicken können, was allerdings verborgen bleibt. Der Film wirkt daher etwas wie ein Aneinanderreihen von Szenebildern. Was sich ebenso auch auf die Spielminuten von fast 2 Stunden auswirkt. Auch wenn die biografische Handlung interessant wirkt, landet der Film dennoch nicht wirklich im Genre der Material-Arts Filme. Die Atmosphäre passt eher in das Genre Kriegsfilm mit südkoreanischen Kampfkunstelementen, denn die mentale Stärke der Kampfkunst wird durchweg nicht deutlich. Eine dennoch unterhaltsame Filmmusik untermalt die Szenen kaum, was sich bis zum Ende des Films durchzieht. Schlussendlich ist die Grundidee gut, allerdings hätten dem Film gewisse Feinarbeiten und weniger kriegerische Szenen gut getan.

Gesamtbewertung
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News Reporter
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