Er kennt keine Gnade

Die Handlung des Films setzt ohne große Einleitung sofort ein. Wir befinden uns auf einer Gefängnisinsel, die von Schwerverbrechern bewohnt wird. Darunter auch ein paar wenige Kinder, da sich sowohl Männer, als auch Frauen in diesem Gebiet befinden. Der Polizist Kim Yul hat seine Liebsten an den Verbrecher Kuhn verloren – einer der Inselbewohner. Um Rache an ihm zu nehmen, macht er sich ebenfalls dorthin auf und beginnt seine Suche nach dem Mann.

Originaltitel
리벤져 / Revenger
Regisseur
Lee Seungwon
Erscheinungsjahr
2018
Genre
Action
Filmdauer
101 Minuten
Schauspieler
Bruce Khan als Kim Yul

Park Huisun als Kuhn

Yoon Jinseo als Maly

Kim Inkwon als Bau

Kim Nayeon als Jin

Park Chulmin als Ipa

Jeon Sujin als Kaori

Der Film ist auf Netflix zu finden, wo er im Originalton mit deutschem Untertitel gespielt wird. Trotz der vielen actiongeladenen Szenen erwarten uns besonders zum Beginn des Films überraschend viel Dialoge. Auch auf Englisch wird dabei einiges gesprochen, weil die restlichen Bewohner zunächst nicht wissen, woher der Neuling überhaupt kommt – und wie es um seine Koreanischkenntnisse steht. Er spricht aber auch nicht wirklich, jedes Wort an ihn ist überflüssig, da er sich zu antworten weigern wird.

Im schnellen Tempo werden uns die einzelnen Charaktere vorgestellt. Einer ist dabei verrückter, als der andere. Aber auch, wenn wir nicht allzu viel über die einzelnen Nebencharaktere erfahren und ihre Gründe, weshalb sie sich überhaupt auf dieser Insel befinden, gliedern sie sich ganz gut in die Handlung ein. Sie sind letzten Endes auch nicht zwangsweise nötig, um die Handlung voranzutreiben.

Die Dinge, die uns immer stückweise erklärt werden, sind die Vorgeschichten der kleinen Jin als auch der Mutter Maly, sowie die von Yul – und wie eben ihre Vergangenheit mit der von Kuhn verwoben ist.

Uns erwarten abstrakte Szenenbilder. Die dunkelsten Abgründe menschlichen Handelns treffen auf Sprüche und Szenen, die genauso gut einer Komödie entspringen könnten. Manche Szenenbilder hätten nicht unrealistisch sein können und am Ende lässt der Film ein paar Fragen offen, die seit Beginn an im Raum schweben. Was hat Yul getan, um auf die Insel zu kommen? Warum sehen Kuhns Brandwunden aus, als wäre der Unfall erst wenige Tage her und wie schafft er es, sich keine fiese Wundinfektion zu holen?

Aber sind wir uns ehrlich: Revenger sieht man sich nicht wegen einer grandios durchdachten Handlung an. Das ist eigentlich nur das Mittel zum Zweck, um keine Prügelszenen ohne Rahmen anzubieten. Die Kämpfe sind herrlich choreographiert, von der bösen Gruppierung geht ein unschlagbarer Vibe aus und die guten machen das alles mit einer Brise Humor wieder wett. Es sind angenehme eineinhalb Stunden, die man mit diesem Film verbringt. Man sollte ihn also auf jeden Fall einmal gesehen haben. Vor allem, wenn man ein paar gute Kampfszenen zu schätzen weiß.

Gesamtbewertung

News Reporter
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