Detective K: Im Auftrag des Königs

Der Film Detektive K von Regisseur Kim Seokyun ist jedenfalls eines: Extravagant und mit schwarzem Humor geschmückt.  Gespielt im 18. Jahrhundert, kommt dem König Jeongjo der Verdacht einer Verschwörung auf. Daraufhin beauftragt er einen Detektive (Kim Mungmin), welcher rätselhafte Morde aufklären soll und die Suche nach der Wahrheit beginnt. Die Handlung an sich hört sich vielversprechend an, allerdings bleibt die Spannung häufig aus.

Originaltitel
조선명탐정: 각시투구꽃의 비밀
Regisseur
Kim Seokyun
Erscheinungsjahr
2011
Genre
Crime, Comedy
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Filmdauer
112 Minuten
Schauspieler
Kim Myungmin als Detective K

Han Jimin als Han Gaekjoo

Oh Dalsu als Han Seopil

Lee Jaeyong als Minister Lim

Woo Hyeon als Mr. Bang

Ye Soojung als Minister Lims Frau

Moon Kyungmin als Schmied

Kim Taehoon als Lim Geoseon

Nam Sungjin als König Jeongjo

Gleich zu Beginn steigt der Film jedoch ideenreich ein und gilt als ein Mix aus Komödie und Kriminalfilm. Prinzipiell ein guter Ansatz, jedoch ist die Umsetzung nicht durchweg gelungen. Es kommt weder der Spaß noch die Ernsthaftigkeit besonders gut an. In diesem Film macht der sonst so beliebte Mix beide Genres etwas gleichgültig. Der koreanische Stil ist jedoch vorbildlich ausgearbeitet und sehr detailgetreu gestaltet.

Bereits der Beginn des Films sagt aus, wie der gesamte Ablauf der folgenden Spielzeit sein wird. Die ersten paar Szenen könnten sozusagen den gesamten Film präsentieren. Humorvolle Dialoge hätten es vermutlich sein sollen, vereint mit kriminalistischen Fällen und actiongeladenen Kampfszenen. Dieses Szenario ist mittelmäßig geglückt. Vorausgesetzt ist, man kann dem schwarzen, etwas überzogenen Humor etwas abgewinnen. Teilweise kommt der Witz sogar albern an. Manchmal sogar fast schon wie ein Sketch und passt oft nicht zur Szene. Ohne humorvolle Einspielungen hätte der Film allerdings etwas langgezogen gewirkt. Zudem bleiben die Emotionen der Charaktere grundlegend oft aus. Demnach beinhaltet der Film keine ergreifende Minuten, auch wenn es sich um tragische Vorkommnisse handelt.

Actiongeladene Kämpfe sind reichlich beinhaltet und ziehen sich durch die gesamte Spielzeit. Sie passen sehr gut und sind nicht übertrieben oder gar langweilig. Ebenso sind die authentischen Bühnenbilder glaubhaft dargestellt und verleihen den Kampfszenen den gewissen Ausdruck. Auch wenn die emotionalen Facetten und Beweggründe der Darsteller nicht so sehr zu Geltung kommen, so frischen Kleidung, Hintergründe und Kameraeinstellung die Szenen rundum auf. Interessant ist der Film prinzipiell nur wegen den unerwarteten Wendungen. Raffinierte Szenen sind jedoch keine mit dabei und daher wirken die gesamten Spielminuten etwas flach und einfallslos. Wären zudem keine Tierdarsteller mit dabei gewesen, so hätte der Film noch einmal einbüßen müssen, denn die Tierszenen lockern den Film sehr gut auf.

Es ist rundum ein Film, welcher nicht gar so sehr ergreifend ist, auch wenn es die Handlung vermuten lässt. Andererseits kommen die Szenen nicht vom Stil ab und wer diesen gerne mag, wird den Film wahrhaftig verschlingen. Im Gesamten ist dieser Kriminalfilm etwas einfach gehalten und beinhaltet einen Humor, der für europäische Gewohnheiten durchaus etwas Neues ist. Das koreanische Filmflair kommt hingegen sehr gut hervor. Gar glänzen die Kampfszenen mit fast schon akrobatischen Künsten. Lediglich das Ende des Films besitzt etwas Tiefgang. Der Grund dafür ist hauptsächlich jedoch die Musik, die in den letzten Szenen eingespielt wird. Zudem zeigt die Kamera schöne Landschaftsbilder, die dem Ganzen eine tolle Atmosphäre geben.

Gesamtbewertung
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Letzte Aktualisierung am 21.09.2020 um 01:32 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API