Agust D
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ARMYs wissen natürlich, wer mit Agust D gemeint ist. Während Min Yoongi in der Band BTS als Suga bekannt ist, gab er sich für seine Soloprojekte einen anderen Namen. Der wird kombiniert aus dem rückwärts geschriebenen „Suga“ (= Agus) und einem „T-D“, was für „D-Town“ steht, seine Heimatstadt Daegu.

Name Min Yoongi 민윤기
Andere Künstlernamen Suga, Gloss (als Underground-Rapper)
Geburtstag 09.03.1993
Sternzeichen Fische
Blutgruppe 0
Größe 1,76m
Ist ein Member von BTS

Während er schon in Songs, die er für BTS schreibt, oft Tabuthemen anspricht, vertieft er dies in seinen Solosongs noch weiter. So kritisiert er Hater, rappt über Depressionen, Selbstmordgedanken und die negativen Folgen, die das Rampenlicht mit sich bringt. Für zwei seiner Songs wurden Musikvideos abgedreht.

Darüber hinaus ist Agust D seit 2017 auch als Songwriter für Dritte tätig, dann aber stets unter seinem anderen Künstlernamen Suga. So stammen zum Beispiel Wine von Suran oder We Don’t Talk Together von Heize aus seiner Feder.

2020 folgte dann nach fast vier Jahren das langersehnte Comeback: Agust D ist mit seinem zweiten Mixtape D-2 zurück! Über seine bemerkenswerten Erfolge damit haben wir hier geschrieben.

Seine Wurzeln als Underground-Rapper

Vor seinem Debüt mit BTS war er innerhalb der Underground-Rapszene aktiv. Seine ersten Songs begann er im zarten Alter von 13 Jahren zu komponieren.

Zunächst war es Reggae Muffin von Stony Skunk, der ihn dazu brachte, sich für Rap zu interessieren. Doch erst der Song Fly von Epik High brachte ihn dazu, den Wunsch zum Rappen in ihm auflodern zu lassen.

Als Teil der Hip-Hop Crew D-Town und dabei unter dem Künstlernamen Gloss, was eine direkte Übersetzung seines Namens Yoongi ist, veröffentlichte er verschiedene Songs. Auch damals war er bereits politisch sehr aktiv, der Song 518-062 erinnert zum Beispiel an den Gwangju-Aufstand. Während er von ihm komponiert und produziert wurde, ist allerdings ein anderes Mitglied der D-Town Crew darin zu hören.

2010 wurde er schließlich bei Big Hit Entertainment unter Vertrag genommen und seine Trainee-Zeit begann. 2013 folgte schließlich das Debüt von BTS.

Obwohl ihn seine Eltern heute darin unterstützen, Musik zu machen, war das nicht immer so. Seine Eltern verbrannten sämtliche seiner Lyrik-Bücher und auch Hausarrest sowie körperliche Gewalt kamen zum Einsatz. Während einiger verschiedener Reality TV Momente von BTS ließ er immer mal wieder Kommentare darüber fallen, dass sein Vater derjenige sei, der ihm mehr Angst als alles andere auf der Welt mache. Heute pflegen die beiden ein freundschaftliches Verhältnis.

Er war nicht besonders gut in der Schule, weil er sich ausschließlich auf die Musik konzentrierte. Versuchte dann aber seinen Eltern zuliebe sich auf andere Dinge zu konzentrieren. An dem Punkt seines Lebens entdeckte er dann seine große Liebe zum Basketball.

Vermutlich ist er an einem gewissen Punkt von zu Hause abgerissen, die Informationen, die er immer wieder darüber fallen lässt, lassen das allerdings nur vermuten. Eindeutig bestätigt wurde es von ihm nicht. So weiß man zum Beispiel, dass er einen Nebenjob angefangen hat, das Geld aber für Miete und Öffis draufging. Er musste jeden Tag aufs Neue entscheiden, ob er nach der Schule noch Jjajang Nudeln essen oder zu Fuß nach Hause laufen sollte. Er arbeitete damals in einem Club, um dessen Musikstudio er sich gekümmert hatte. Dadurch durfte er auch das dort vorhandene Equipment nutzen. Sounds und Beats, die er dabei dann für andere produzierte, brachten ihm allerdings kein Geld ein, denn sie nutzten ihn regelmäßig aus und zogen ihn regelrecht über den Tisch.

Zu der Zeit begann sich dann vermutlich auch seine Sozialphobie zu entwickeln. Mehr dazu haben wir im Artikel darüber für euch, warum Mental Health für BTS ein so wichtiges Thema ist.

Weitere Fakten über sein Privatleben

  • Er hat einen älteren Bruder (geboren 1989) mit dem Namen Min Geumjae.
  • Seine Mutter hat bis 2017 ein Restaurant in Daegu geführt. Sie musste es aus gesundheitlichen Gründen schließen. Mittlerweile leben seine Eltern in Seoul.
  • Er liebt Kumamon, ein japanisches Maskottchen, weil es nach seinen Worten doof aussieht und sammelt alle möglichen Dinge damit.
  • Neben einer Sozialphobie gehören auch Depressionen und OCD zu seinen psychischen Problemen. Außerdem sagte er einmal ganz direkt, dass er ADHS habe. (hier zu sehen)