Wer war Rhee Syngman?

Letzte Woche habe ich euch eine Liste präsentiert, in der ihr sämtliche bisherigen Präsidenten Südkoreas sehen könnt. Nun widmen wir uns dem aller ersten Präsidenten Südkoreas; und zwar Rhee Syngman. Wer war dieser Mann eigentlich und inwiefern hat sein Leben und sein Regierungsstil Korea beeinflusst?

Grundsätzlich lässt sich sein Regierungsstil soweit zusammenfassen, dass man sagen kann, dass er mit strenger autoritärer Hand regierte. Durch Unruhen musste er zurücktreten und emigrieren, also ging er nach Honolulu, Hawaii. Bevor er jedoch zum Präsidenten von Südkorea wurde, hatte er ein turbulentes Leben hinter sich.

Geboren am 26. April 1875 in der Provinz Whanghae verbrachte er mehrere Jahre lang in den USA, wo er studierte. Erst kurz vor 1910 kehrte er nach Korea zurück und organisierte hierbei als eines der wichtigsten Schlüssel Mitglieder den Widerstand gegen Japan. Danach lebte er wieder mehrere Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika. Anschließend leitete er von 1919 bis 1939 die koreanische Exilregierung von Shanghai aus. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er erneut nach Südkorea zurück und regierte hier von 1948 bis 1960, ehe er sich nach Hawaii zurückzog. Dort starb er fünf Jahre später am 19. Juli an einem Herzinfarkt.

Rhee Syngman stammte einer Adelsfamilie ab

Er stammte einer bereits verarmten Adelsfamilie ab und besuchte zunächst die methodistische Missionsschule. Nicht unmittelbar dadurch nahm er an zahlreichen Studentenproteste Teil, die sich gegen die Monarchie in Korea aus richteten und was schließlich dazu führte, dass er wegen Landesverrat verurteilt würde. Es war eine sechsjährige Gefängnisstrafe, dir hinter sich bringen musste. In dieser Zeit nahm er den christlichen Glauben an und gehörte dann bis zu seinem Tod der Methodistenkirche an.

In die USA zur gesehen im Jahr 1904, wo er sechs Jahre lang an der Princeton University studierte und schließlich auch dort promovierte. Neben seinem politischen Aktivitäten gegen das japanische Kaiserreich leitete er auch ab 1912 einen methodistenschule in Hawaii. Nicht zuletzt dadurch war dieses Land am Ende auch sein Ziel, nachdem er ins Exil gehen musste.

Er heiratete zweimal, einmal die aus Wien stammende Franziska Donner, welche er in New York kennenlernte. Diese Verbindung ist noch heute einer der Gründe, weshalb Südkorea eine so enge Verbindung mit Österreich pflegt.

Er war für eine gewaltsame Vereinigung des Landes

Die Amerikaner teilten seinen Wunsch nicht, sich gewaltsam für eine Vereinigung des gesamten Landes einzusetzen. Die Schutzmacht unterstützte ihn in seiner Politik daher nur gering und verweigerte ihm auch die Ausrüstung des südkoreanischen Armee mit schweren Waffen. Dies war womöglich einer der Gründe, weshalb die Republik Korea beim ersten Angriff des kommunistischen Nordens zunächst schutzlos ausgeliefert war. Allerdings ist es den UN-Truppen zuzuschreiben Komma dass sie zwischen den Jahren 1950 bis 1953 während des Koreakrieges entsprechend zurückgedrängt werden konnten.

Rhee aber vergaß trotz allem nicht, dass man seinen Plänen nicht Beistand und so stand er nach Kriegsende der Regierung von Eisenhower steht ablehnend gegenüber Punkt er setzte sich nach wie vor für militärische Kampagne nein und wollte das Land nach wie vor zwangsvereinen. Letzten Endes musste er sich aber den Wünschen der amerikanischen Regierung beugen.

Heute geht man davon aus, dass seine Wiederwahlen in den Jahren 1956 und auch 1960 durch Manipulationen zustande gekommen sind. Jede Unruhe, die sich im Volk zu bilden begann, ließ er durch Militär Gewalt rücksichtslos unterdrücken. Es war schließlich die sogenannte April-Revolution im Jahr 1960, durch die verhindert werden konnte, dass er noch eine vierte Amtszeit antreten würde.

Nachdem er im Jahr 1961 zusammen mit 618 der politischen Gefolgsleuten aufgrund von undemokratischen Tätigkeiten für sieben Jahre seiner Ehrenrechte beraubt wurde, entschloss er sich dazu, in Hawaii zu bleiben. Dorthin war er schon nach Beginn der April-Revolution von der CIA ausgeflogen worden.

Seine persönliche Weltanschauung dominierte auch seine Politik

Rhee war ein Mann, der sich exzessiven macht gebraucht und deinem macht Monopolisierung zu eigen machen wollte. Sein politischer Führungsstil zeichnet sich allem voran durch sein großes Talent für Manipulation aus, auf dass er auch rege zurückgriff. Doch das politische System einer Demokratie hat keinen Platz für einen solchen Regierungsstil und so gelang er schließlich an seine Grenzen.

Es war Macht, die aus reinem Prestige heraus schöpfte und dir nur aufgrund der damals politischen Lage in Korea erst für sich gewinnen konnte.

Rhee Syngman und seine Auswirkung auf das heutige Korea

Man möchte man bei all den eigentlich negativen Dingen, die mit seinem Regierungsstil in Verbindung stehen, davon ausgehen, dass er keinen allzu großen Einfluss auf das heutige Südkorea mehr nehmen kann. Doch tatsächlich war es seine Herangehensweise, die dazu geführt hat, dass man politische Einflüsse anders wahrnimmt. Südkoreanische Bürger gehen immer vorsichtiger mit ihren Entscheidungen um und fühlen sich auch durch aktuellste Korruptionsfälle durch zum Beispiel Park Geunhye daran erinnert, dass es in ihrer Hand liegt, eine gute Führung für sie auszuwählen.

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