Welches Visum braucht man für den Aufenthalt?

Nicht nur, wenn man plant, in Korea sein Leben neu zu beginnen, benötigt man ein Visum. Es gibt auch Zeiträume, die groß genug sind, dass man darum ansuchen sollte. Dabei gibt es allerdings verschiedene Kategorien. Im Groben kann man sie als E-Series Visas und F-Series Visas bezeichnen. Die E-Series bekommt man nur dann, wenn man aufgrund der beruflichen Situation nach Korea zieht. Also, weil beispielsweise ein Jobangebot besteht. Wer hierherkommen will, um sich selbständig zu machen, oder auch der Tätigkeit eines digitalen Nomaden nachzugehen, benötigt ein ganz normales Visa, wie jeder andere. Die F-Series bieten in diesem Punkt also mehr Flexibilität, weil sie auch nicht zwangsläufig auf einen bestimmten Zeitraum festgelegt sind.

E-Series – der berufliche Weg in Korea

Bei der E-Serie gibt es verschiedene Visas:

  • E1-Visa ist gültig für alle, die in Korea an einer Universität oder an einem College unterrichten werden.
  • E2-Visa ist für alle Englischlehrer gültig, die in einer öffentlichen- oder auch Privatschule unterrichten werden. Dieses Visa ist im Volksmund auch als English Teaching Visa bekannt.
  • E3-Visa ist für Personen, die im Sektor der Wissenschaft tätig sind. Sie müssen von einer Institution nach Korea eingeladen werden.
  • E4-Visa ist ebenfalls eines, das dem wissenschaftlichen Sektor angehört. Hier geht es um Personen, die eine technologische Expertise aufweisen, die es in Korea so nicht gibt.
  • E5-Visa ist für Ärzte, Buchhalter und Anwälte.
  • E6-Visa betrifft Kultur und Kunst. Beispielsweise internationale KPOP-Stars besitzen dieses Visa.
  • E7-Visa wird dann eingesetzt, wenn E1 bis E7 nicht zutreffen.

Zusätzlich gibt es noch eine D-Series, die ebenfalls Lehrpersonal betrifft.

F-Series – flexible Visas für Korea

Auch hier gibt es verschiedene Visas, die ganz auf den individuellen Umstand angepasst sind:

  • F1-Visa für den längeren Aufenthalt bei oder mit Familie in Korea. Es ist meist an das Visa desjenigen gebunden, der das zugehörige Visa innehat und muss noch vor der Ankunft in Korea beantragt werden.
  • F2-Visa ist für den generellen Langzeitaufenthalt gedacht. Man kann sich mit diesem auch frei auf Jobs bewerben, auf die man Lust hat. Dieses Visum ist das gängigste für alle, die in Korea ohne schulische Profession Fuß fassen wollen. Es ist aufgebaut nach einem Punktesystem, aber dazu komme ich noch.
  • F3-Visa ist für all jene gedacht, die Eltern oder auch Kinder haben, die in Korea leben und die sie besuchen. Es ist quasi eine Nummer höher über dem F1.
  • F4-Visa ist fast wie F1, betrifft aber Reisen nach Korea, bei denen man einen Verwandten besucht, der selbst koreanischer Staatsbürger ist.

F2-Visa als gängigstes Modell zum Auswandern nach Korea

Das zuvor erwähnte Punktesystem betrifft die Beantragung und Ausstellung von diesem Visa. Man muss zwischen 80 und 120 Punkte erreichen, um es zu erhalten und diese richten sich nach verschiedenen Faktoren:

  • Ausbildung – je höher, umso mehr Punkte
  • Einkommen – je höher, umso mehr Punkte
  • Sprache – wer fließend Koreanisch spricht, bekommt zusätzliche Punkte; wer den sogenannten TOPIK Test auf Level 4 abschließt, erhält 20 Punkte
  • Freiwilliger Sozialdienst – gibt zusätzliche Punkte
  • Soziales Integrierungsprogramm – wer daran teilnimmt, sichert sich unter Umständen zusätzliche Punkte

Das F2-Visum ist nochmals in Subgruppen unterteilt, wie zum Beispiel Angehörige eines Koreaners. Auch gibt es eine Version davon, die nur für einen fünfjährigen Aufenthalt ausgestellt wird.

So kommt man zu seinem Visum in Korea

Zunächst einmal ist es wichtig, dass man herausfindet, welches Visum überhaupt das richtige für einen selbst ist. Benötigt man hier Ratschläge, wendet man sich am besten an die koreanische Botschaft, die sich in nächster Nähe befindet (Deutschland / Österreich). Anschließend bereitet man alle Unterlagen vor und sendet sie weg. Die Botschaft arbeitet sehr schnell, daher sollte es im Durschnitt etwa eine Woche dauern, bis das Visum ausgestellt wird. Abzuholen ist es dann entweder von der Botschaft; alternativ bekommt man es zugeschickt. Das kommt dann ganz auf den Umstand und das Visum an.

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