Verurteilung zum Sexualstraftäter, weil ein Mann Beweise beschaffen wollte

In Seoul wurde nun ein Mann als Sexualstraftäter verurteilt, weil er Beweismaterial für die Untreue seiner Frau sammeln wollte. Das Paar befand sich zu dem Zeitpunkt bereits mitten in den Scheidungsstreitigkeiten. Inwiefern die Untreue damit zu tun hatte bzw. ob die Scheidung nur deshalb beantragt wurde, geht aus der Berichterstattung nicht hervor.

Der Mann wurde angeklagt, an einem frühen Morgen im August letzten Jahres in ein Studio-Apartment in Ulsan eingebrochen zu sein. Er soll dabei seiner Frau und dem Mann, der bei ihr war, Gewalt angetan haben und sie mit seinem Smartphone gefilmt haben.

Um in das Apartment einzudringen, benutzte er eine Leiter. So kletterte er zum Fenster und verschaffte sich dadurch Zugang zu den Räumlichkeiten.

Seine Frau hatte er dort hin verfolgt, nachdem sie deren gemeinsames Zuhause nach einem Streit verlassen hat.

Zum Zeitpunkt seines Eintreffens in der Wohnung waren seine Frau und ihr Liebhaber in Unterwäsche.

Die Vorinstanz hatte den Ehemann nur des Einbruchs in die Wohnung und der Gewaltanwendung für schuldig befunden und ihn für diese Taten zu einer Geldstrafe verurteilt.

Das Berufungsgericht hob dieses Urteil jedoch auf. Der Mann habe sie gefilmt und damit ein Sexualverbrechen begangen. Dies war zuvor nicht von der Vorinstanz als solches bezeichnet worden, weil er darauf abzielte, Beweise für die Untreue zu sammeln. Dennoch wies das Berufungsgericht darauf hin, dass das fünf Sekunden lange aufgenommene Video keine Inhalte enthält, die sexuelles Verlangen oder sexuelle Erniedrigung auslösen.

Es entschied daher, dass es sich dabei mehr um eine moralische Demütigung als eine sexuelle Demütigung handeln würde.

Der Mann wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 850 US-Dollar und einem 40-stündigen Behandlungsprogramm gegen sexuelle Gewalt verurteilt.

Der Mann ist in seinen 50ern. Wie alt die Frau ist, wurde in der Berichterstattung seitens Korean Times nicht bekanntgegeben.


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