Mit welchen Naturkatastrophen ist in Korea zu rechnen?

In Südkorea ereignen sich gegenüber Japan weniger Naturkatastrophen. Es gibt keine aktiven Vulkane. Es sind im Durchschnitt 20 Erdbeben pro Jahr und weniger als die Hälfte liegen über dem Wahrnehmungswert von 3,0 auf der Richterskala. Der Trend ist seit 1992 steigend. Ein Erdbeben in der Stärke 5,4 hat im November 2017 den Südosten von Südkorea nahe der Küstenstadt Pohang erschüttert.

Von Ende Juli bis Anfang September treten Taifune auf, die Südkoreas nicht powervoll erreichen, wie in Südostasien. Dafür fällt im Sommer enorm Regen im südlichen Teil der Halbinsel. In der Monsunzeit, Jangma genannt, treten dadurch katastrophale Erdrutsche auf.

Tsunamis sind ebenfalls selten. Die Flutwelle in 1923 mit den größten Folgen tötete rund 400 Menschen.

In 2002 hinterließ der Taifun Rusa in Südkorea eine verheerende Bilanz mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometer pro Stunde: über 150 Tote und Vermisste. Hochwasser und Erdrutsche führten zu massiven Hauseinstürzen. Tausende Häuser wurden evakuiert und über 660.000 Wohnungen waren ohne Elektrizität. Der Fluss Nakdong im Süden drohte, das Land zu überschwemmen.

Ist in Korea überhaupt mit Naturkatastrophen zu rechnen?

Der Frühling von Ende März bis Anfang April und der Herbst zwischen Ende September und Oktober sind kurz. Die Temperaturen sind mild und angenehm. Es sind die angenehmsten Jahreszeiten, Südkorea zu besuchen.

In der seismisch aktiven Zone, in der Südkorea liegt, kommt es zu Erdbeben.

Zwischen Juli und September ist Taifunzeit. Regenfälle, Überflutungen und Erdrutsche behindern den Reiseverkehr und das Leben bei Auswanderung.

Wie muss ich mich im Ernstfall verhalten?

  • Erdbeben kommen mit zerstörerischer Kraft.
  • Zerbrechliche und schwere Gegenstände werden in unteren Regalen aufbewahrt
  • Ruhe bewahren Schutz suchen unter einem schweren Tisch
  • oder in einen stabilen Türrahmen stellen oder
  • nahe einer tragenden Innenwand flach auf den Boden legen und Kopf und Gesicht mit Armen schützen
  • im Freien auf einen freien Platz begeben
  • im Auto an einen Straßenrand steuern, entfernt von Gebäuden, Bäumen oder Versorgungsleitungen
  • keine Brücken oder Unterführungen befahren
  • von einer flachen Küste nach Abklingen der Erschütterungen rasch ins Landesinnere begeben, Gefahr von Tsunamis
  • zieht sich das Meer plötzlich zurück, kann sich eine Tsunamiwelle nähern
  • flüchten an einen höher gelegenen Ort
  • auf eine erste Welle können weitere folgen, am Schutzort bleiben, bis Entwarnung erfolgt
  • Starkregen löst Überschwemmungen und Erdrutsche aus
  • nicht in der Nähe von Gewässern oder in Hanglagen oder in Senken aufhalten
  • nicht in Ufernähe oder überfluteten Straßen aufhalten
  • in die oberen Häusergeschosse begeben
  • keine überfluteten Straßen durchfahren
  • vor Taifunen wird stets gewarnt
  • lose Gegenstände sichern – Anweisungen des örtlichen Zivilschutzpersonals und Evakuierung befolgen

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