Skandal bei Ktown4U: Alben Vorverkäufe ohne Ware durchgeführt

Letzte Woche hat es einen großen Skandal rund um den Onlineshop Ktown4u gegeben. Viele Fans aus aller Welt nutzen die Seite, um an Alben ihrer liebsten KPOP Stars zu gelangen.

Am 11. Januar wurde daher eine Umfrage abgehalten, welche Alben die Kunden gerne nachproduziert hätten. Anschließend wurden dann Vorverkäufe durchgeführt, um den Andrang finanzieren zu können. Jedoch fand das alles ohne Rücksprache mit SM Entertainment statt.

Am 21. Januar dann die Bombe: Man wisse nicht sicher, ob das überhaupt möglich sei. Von Seiten des Onlineshops entschuldigte man sich für Missverständnisse, einige der Bestellungen wurden zu dem Zeitpunkt schon storniert.

Tags darauf, am 22. Januar, gab es erneut ein Statement. Man warte noch auf Rückmeldung von offizieller Seite, ob die vorbestellten Alben überhaupt nachproduziert werden können. Sei das nicht der Fall, würden die Bestellungen rückerstattet werden. Es sei den Kunden natürlich schon zu dem Zeitpunkt möglich, die Stornierungen durchzuführen.

Verschiedenen Medienberichten zufolge soll der Onlineshop im Rahmen dieser Aktion 2,3 Mio. US-Dollar eingenommen haben. Dabei geht es um Alben von unter anderem NCT, Red Velvet, Baekhyun, Krystal und Taeyeon.

Nun bekriteln immer mehr Käufer die unprofessionelle Kommunikation und Vorgehensweise des Shops.

So erhielt ein Fan, der eine Sammelorder aufgegeben hat, folgende Nachrichten:

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Den Angaben dieses Users zufolge habe er Kontakt zu einem Ansprechpartner, da es sich um eine große Sammelbestellung handelt. Und genau solche Orders könnten nun für einige der Käufer zum großen Problem werden, wenn die Nachproduktionen wirklich nicht zustande kommen.

Da die Käufer aus aller Welt stammen, greift der jeweilige Tages-Wechselkurs der Währungen. Wenn Ktown4U nun Rückerstattungen ausgibt, erhalten sie die exakte Summe in US-Dollar zurück, die sie für die Alben bezahlt haben. Anhand des Wechselkurses kann die Summe dann allerdings variieren, sodass die Käufer einen Verlust haben. So etwa beim User @doietyongf:

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Für User, die große Sammelbestellungen mit rund 1.000 US-Dollar oder mehr getätigt haben, ist das eine Hiobsbotschaft. Vor allem, da der Käufer dann auf den gesamten Differenzen sitzenbleiben könnte. Von der Arbeit, die Transaktionen zu sortieren ganz abgesehen. Hinzukommen dann teils auch noch zusätzliche Gebühren, die vom Zahlungsanbieter selbst erhoben werden (bspw. von Paypal, wenn nicht die Freund-zu-Freund Funktion genutzt wurde, um im Zweifelsfall Rückerstattungen geltend machen zu können).

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