Das sind Koreas wichtigste Nationalschätze

Südkorea hat 320 Nationalschätze, darunter Artefakte, Stätten oder Gebäude mit außergewöhnlich künstlerischem, kulturellem und historischem Wert für das Land. Seit 1962 werden diese Schätze, die von ganzen Palästen bis hin zu winzigen Ohrringen reichen, vom Amt für Kulturerbeverwaltung ausgewiesen und kuratiert.

Sungnyemun oder Namdaemun – Tor der ehrwürdigen Sitte

Das Sungnyemun Tor wurde im Dezember 1962 der erste offizielle Nationalschatz. Es ist eines von acht Toren in der Festungsmauer, die Seoul in der Joseon-Dynastie umgaben. Dieses Tor wurde 1398 fertiggestellt und hat, wie die meisten alten Dinge, viel gesehen. Das Tor wurde während des Koreakrieges 1950-1953 stark beschädigt und 1961 repariert. Jedoch brach im Jahr 2008 ein Feuer aus und verwüstete das Gebäude, und wieder einmal musste das Sungnyemun Tor repariert werden. Diesmal sollte die Fertigstellung 5 Jahre dauern.

Daejeokkwangjeon – Halle der Großen Stille und des Lichts

Daejeokkwangjeon wurde 1817 wieder aufgebaut, nachdem ein Brand den größten Teil der alten Haeinsa-Gebäude zerstört hatte, und 1971 einer größeren Renovierung unterzogen. Die Haupthalle ist einzigartig in Korea. Während die meisten Haupttempel Seokgamoni ehren, ist Daejeokkwangjeon dem Vairocana Buddha gewidmet, der zuerst das Avatamsaka-Sutra predigte. Die 1769 geschnitzte hölzerne Vairocana-Buddha-Statue im Inneren zeigt einzigartige Gemälde aus dem Leben des Buddha. Drei weitere Tempelgebäude vervollständigen die Haupthalle Daejeokkwangjeon.

Bulguksa-Tempel

Grottentempel Seokguram und Tempel Bulguksa

Seokguram und der Bulgaksa-Tempel zählen auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die 774 erbaute Grotte beherbergt einen sitzenden geschnitzten Buddha und seine Wächter. Die Grotte ist so gestaltet, dass der Buddha die ersten Sonnenstrahlen einfängt, die im Osten aufsteigen. Der Tempel, der etwa zur gleichen Zeit wie die Grotte gebaut wurde, besteht aus Gebetsräumen, Denkmälern und zwei Steinpagoden. Er umfasst auch sieben nationale Schätze. Der Bulgaksa-Tempel gilt als ein Meisterwerk des goldenen Zeitalters der buddhistischen Kunst in der Silla-Dynastie.

König Sejong – Erfinder des Koreanischen Alphabets Hangul

König Sejong war der dritte Sohn von König Taejong. Er hatte Interesse an vielen Dingen, darunter Wissenschaft, Landwirtschaft, Technologie und Literatur. Er ist bekannt als der Schöpfer von Hangul, dem Alphabet der koreanischen Sprache. Bevor Hangul erfunden wurde, benutzten die Menschen in Korea chinesische Schriftzeichen.

Emile-Glocke
picture credit: Steve46814

Chinesische Zeichen waren aber für die unteren Klassen schwer zu lernen, da sie keinen Zugang zu Bildung hatten. Das Alphabet basiert auf einem vereinfachten Diagramm der Muster von Mund, Zunge und Zähnen.

Emile-Glocke von König Seongdeok

König Gyeongdeok, ein Sohn von Seongdeok, ließ eine riesige Glocke als Denkmal für seinen Vater errichten. Es sollte die größte Glocke werden, die jemals in Korea angeschlagen wurde. Aber sie bereitete den Handwerkern große Schwierigkeiten. Der erste Guss war nicht erfolgreich und Spenden sollten das schwierige Unterfangen finanzieren. Die Legende besagt, dass eine arme Bäuerin kein Geld, sondern ihre kleine Tochter als Opfer zu Ehren von König Seongdeok anbot. Das kleine Kind wurde in das geschmolzene Metall geworfen und diesmal hatte die Glocke einen wunderschönen Ton, der wie die Stimme eines kleinen Kindes klang.

Goldkrone Cheonmachong – Grab des himmlischen Pferdes

Cheonmachong ist ein Königsgrab des alten Silla-Königreichs aus dem 5. bis 6. Jahrhundert. Hier wurden 12.000 Artefakte gefunden, unter anderem die goldene Krone. Sie besteht aus drei Teilen, einem Diadem, einer goldenen Kappe und einem flügelartigen Anhängsel. Es ist möglich, dass es sich tatsächlich um drei Kronen handelt. Es ist auch nicht klar, ob die Krone zum Tragen bestimmt war, oder speziell für das Grab gefertigt wurde. Leichte Gebrauchspuren sind aber wohl vorhanden.

News Reporter
- Werbung -