Bojagi – Geschenkverpackung ganz traditionell picture credit: Masahiko OHKUBO

Was man in Japan als Furoshiki kennt, ist in Korea das Bojagi. Hierbei handelt es sich um ein zumeist handgenähtes quadtratisches Stück Stoff, in dem Geschenke eingepackt werden. Meist bestehen diese Tücher aus Seide und je nachdem, wie sie gemustert sind, erhalten sie eigene Bezeichnungen.

Das Subo beispielsweise ist ein Bojagi mit einem eingestickten Muster. Patchwork-Arbeiten oder auch solche Bojagis, die aus mehr als einem Stück Stoff bestehen, kennt man hingegen als Chogak Bo.

In Korea verwendet man ein Bojagi noch heute oft im Alltag. Besonders bei Hochzeiten und buddhistischen Ritualen kommt es immer wieder zum Einsatz. Der Grundgedanke darin ist nicht nur die in den Stoff investierte Liebe, sondern auch Nachhaltigkeit. Es ist waschbar und wird nicht weggeworfen. Demnach kommt es nicht selten vor, dass die Stoffverpackung immer wieder weitergereicht wird.

Nachhaltigkeit schon zu Beginn

Aber nicht bloß das Endprodukt wird nachhaltig verwendet. Schon bei seiner Herstellung greift man auf alles zurück, das aus Stofffasern besteht. Alte, kaputte Kleidungsstücke, Bettwäsche, übriggebliebene Stoffreste; so gut wie alles lässt sich darin verarbeiten.

So bindet man ein Bojagi

Es gibt verschiedene Arten, Dinge in ein Bojagi einzupacken. Eine davon könnt ihr euch hier ansehen:

News Reporter
- Werbung -