Mobbing. Ein heftiges Thema, das auch an südkoreanischen Schulen jeden Tag eine brisante Angelegenheit ist. Während man sich auch hier zumindest in den Großstädten immer mehr darüber bewusst wird, was das auf psychologischer Ebene mit einem Menschen anrichten kann, besteht das Problem auf ländlichen Schulen oft noch ganz intensiv. Dem nimmt sich die Serie aus einem sehr gesellschaftskritischen Aspekt an und zeigt, was passiert, wenn es denjenigen sogar in den Tod treibt.
Go Eunbyul und Lee Eunbi sind eineiige Zwillinge, doch sie werden im Alter von fünf Jahren getrennt, nachdem eine von ihnen adoptiert wird. Während Eunbyul ein Leben bei einer reichen Adoptivmutter führt, bei dem es ihr an nichts fehlt, lebt Eunbi nach wie vor im sogenannten Love House, also dem Waisenhaus.
In der Schule wird sie gemobbt, was sogar so weit geht, dass man sie mit allen möglichen Dingen überkippt, um sie zum Gespött von allen zu machen. Verantwortlich dafür ist die Mädchengang unter Kang Soyoungs Führung. Die Lehrer sehen indessen offiziell nichts und ignorieren die Situation.
Sie will sich schließlich das Leben nehmen und springt dabei in einen Fluss.
Auf der anderen Seite besucht Eunbyul eine elitäre Schule mitten in Gangnam, Seoul. Sie ist die beste Freundin von Han Yian, dem Starschwimmer der Schule. Bei einem Schulausflug verschwindet sie plötzlich.
Als zehn Tage später in einem Krankenhaus ein Mädchen eingeliefert wird, handelt es sich dabei aber nicht um sie, sondern um Eunbi. Sie leidet zunächst unter Amnesie und weiß nicht, wie sie hier hergekommen ist. Während sich ihre Erinnerungen allmählich zu entfalten beginnen, glauben alle Menschen um sie herum, dass sie Eunbyul sei. Bleibt nur die Frage, wo ihre Zwillingsschwester wirklich abgeblieben ist…
Wie so oft hat auch Who Are You: School 2015 viele Geschichten zu erzählen. Es gibt jede Menge Nebencharaktere, aber nicht auf jeden wird detailreich eingegangen. Unterm Strich reichen aber die Infos, damit man es bei jedem Haupt- und Nebencharakter weiß, mit wem man es hier zu tun hat.
Die Handlung ist zwar interessant, hinkt an manchen Stellen allerdings insofern, dass sie fast ein bisschen zu langsam voranschreitet. Vieles ist absehbar, wodurch die Serie an Spannung verliert. Was am Ende passiert, ist damit nicht allzu überraschend. Dennoch muss ich die Serie überwiegend positiv bewerten, da die Schauspieler eine ausgezeichnete Leistung gebracht haben.
