Mobbingskandal erschüttert die Volleyball V-League in Korea

Erst vor wenigen Stunden machte ein Mobbingskandal in der professionellen V-League vom koreanischen Volleyball in den Medien die Runde.

Lee Jaeyeong und ihre Zwillingsschwester Lee Dayeong gehören beide zu den Heungkuk Life Pink Spiders. Die 24-jährigen Schwestern wurden nun von ihrer ehemaligen Schulkameradin aus der Mittelstufe beschuldigt, sie schwer gequält zu haben. Die Rede ist dabei von körperlichem, verbalem und emotionalem Missbrauch. Neben Schimpfwörtern sollen sie auch physisch auf sie losgegangen sein.

Die beiden wurden von der Korea Volleyball Association (kurz KVA) aus der Nationalmannschaft genommen. Ihr Verein hat sie darüber hinaus auf unbestimmte Zeit suspendiert.

Auch in der Männermannschaft hat es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Hier wurden Song Myunggeun und Sim Kyoungsub, beides Teamkollegen der OK Financial Group, des Mobbings beschuldigt. Ein ehemaliger Sportler behauptete hier, dass er von Song und Sim in der Mittelschule angegriffen worden war. Auch diese beiden Spieler wurden von ihrem Verein gesperrt und aus der Nationalmannschaft genommen.

Die Spielkarrieren dieser vier Personen steht nun auf dünnem Eis. Cho Yonggoo, Generalsekretär der KVA, gab gestern bekannt, dass sich das auch auf die zukünftige Trainersuche auswirken wird.

Spieler, bei denen festgestellt wurde, dass sie in der Schule gemobbt wurden, werden disqualifiziert, wenn sie versuchen, Trainerzertifikate zu erhalten. Für jeden, der sich darauf vorbereitet, Trainer zu werden, ist die Bestrafung wegen Mobbing ein großes Hindernis.

Ein dauerhaftes Verbot wird es aus aktueller Sicht jedoch nicht geben. Gelingt es den Personen, jemanden zu finden, der sie in Zukunft trainiert, können sie weiterspielen. Ein dauerhaftes und lebenslanges Verbot sei im Moment nur dann vorgesehen, wenn sexuelles Fehlverhalten begangen wird.

Der Koreanische Volleyballverband KOVO jedoch dab bekannt, dass man darüber nachdenken würde, auch Mobbing in die Kategorie für lebenslange Spielverbote aufzunehmen. Man entschuldigte sich seitens des Verbands bei den ehemaligen Schul- und Teamkollegen der Spieler.


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